Über die Weihnachts- und Neujahrstage haben sich die Anarchisten bewusst zurück gezogen, um eine persönliche Bilanz zu ziehen, gesundheitlich zu regenerieren und mit der Gruppe “Cars Of Hope” auf Lesbos und im Internet aktiv die Zustände zu verändern.

Parallel haben wir natürlich sowohl die lokalen, als auch die internationalen Nachrichten verfolgt und erfreut festgestellt, dass auf beiden Ebenen der Anarchismus immer deutlicher zu Tage tritt. Sei es in Wuppertal, wo die Wut über Gentrifizierung und den tödlichen Normalzustand des Kapitalismus immer deutlicher zu Tage tritt. Sei es in Katalonien, wo durch die permanente Zuspitzung und Repression des Spanischen Staates sich immer mehr Bürger in den Nachbarschaftscomités engagieren. Oder sei es auf Lesbos und in anderen sogenannten Hot Spots in Europa, wo Flüchtlinge und Aktivisten gemeinsam auf Augenhöhe ihre Lebensumstände verändern.

Weltweit ist der Anarchismus so populär wie noch nie. Das bedeutet auch, dass nicht mehr bloß über anarchistische Themen diskutiert wird, sondern vielmehr, dass versucht wird den Anarchismus zu leben. Ob wir eines der zahlreichen, besetzten Häuser in Athen besuchen, einen Gemeinschaftsgarten in Wuppertal oder ein Kollektiv in Barcelona. Überall erleben wir Selbstorganisation und Eigenverantwortlichkeit, gepaart mit dem Willen es besser zu machen.

Nun haben wir uns zusammen gesetzt und besprochen, wie unsere Pläne für das Jahr 2018 aussehen können. Da sich einige von uns in anderen Projekten, wie zum Beispiel “Cars Of Hope Wuppertal” und dem dazugehörigen Verein “Hopetal e.V”, engagieren, fehlt uns aktuell einfach die Zeit, um regelmäßige, öffentliche Treffen abzuhalten. Diese bedeuten einen großen Arbeitsaufwand, da regelmäßig mobilisiert und nachgearbeitet werden muss. Wir möchten uns an dieser Stelle sehr herzlich beim Langen Handok auf dem Ölberg bedanken und unsere Grüße an all jene senden, die sich im Laufe der letzten Monate bei unseren Stammtischen haben sehen lassen. Wir waren immer wieder überrascht, welch unterschiedliche Menschen wir angezogen haben. Umso mehr bedauern wir, dass wir im Moment nicht in der Lage sind, den Anarchistischen Stammtisch Wuppertal am Leben zu erhalten.

Doch wir Anarchisten sind nie ganz verschwunden und unsere Ideen sind nie ganz gestorben. Und so ist es auch dieses Mal. Wir sind weiterhin in Wuppertal unterwegs. Wir sind weiterhin Anarchisten. Und wir werden weiterhin für eine gerechte und selbstbestimmte Gesellschaft kämpfen, hier und in ganz Europa!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s