Am 30.10.2017 trafen sich im Spunk, in der Flensburger Straße erneut die Wuppertaler Anarchisten.

Wie immer war die Stimmung super und alle Teilnehmer äußerten sich positiv über die lockere Gesprächskultur und den herzlichen, menschlichen Umgang.

Gerade deshalb wird es aber auch so schwer den Stammtisch zusammenzufassen, ohne ihm Unrecht zu tun, denn im Grunde hätte man einfach dabei sein müssen.

Doch um euch, die nicht teilnehmen konnten oder wollten, nicht im Unklaren darüber zu lassen, worüber wir gesprochen haben, gibt’s wie immer den Versuch einer Zusammenfassung:

Uns alle eint der Glaube daran, dass es früher oder später einen großen Knall geben wird. Wir alle glauben nicht daran, dass dieses wirtschaftliche und politische System eine Zukunft hat. Um darüber zu sprechen, uns darüber auszutauschen und irgendwie darauf vorzubereiten, treffen wir uns und besprechen, wie wir die Lage in Wuppertal, in Deutschland, in Europa und weltweit einschätzen und was wir tun können, um bestmöglich vorbereitet zu sein, wenn die Welle des Protestes gegen den Kapitalismus auch nach Deutschland schwappt. Genau deshalb sprachen wir auch zu aller erst über die Möglichkeiten mit dem Internet und dem Smartphone von überall in Echtzeit mit Menschen im Netz zusammen arbeiten zu können. Es wurde über diverse soziale Medien gesprochen, wie man welche benutzen könne und welche neuen Apps und Tools es im Netz gibt, die man für politischen Protest nutzen kann. Eine Teilnehmerin ist Teil eines Kollektivs, welches im Netz Solidarität mit Katalonien organisiert. Sie berichtete von einigen Google Apps, die basisdemokratisches Arbeiten im Netz ermöglichen. Etwas, was auch der Anarchistische Stammtisch Wuppertal schon ausgetestet hat. Leider bringen sich bei uns noch zu wenig Menschen in die Organisation ein, so dass unser Classroom aktuell etwas brach liegt. Doch das soll sich ändern. Alle Teilnehmer zeigten sich interessiert an den Möglichkeiten und wollen nun gemeinsam herausfinden, was es mit dem Internet und speziell den Apps von Google auf sich hat. Mehrere Teilnehmer bestätigten, dass die Sicherheit und der Schutz der eigenen Daten deutlich höher sei, als auf Facebook oder Twitter.

 

Zudem betonten alle Teilnehmer, dass sie sich einen Kalender wünschten, in dem sie einen Überblick über die vielen basisdemokratischen Gruppen, Strukturen und Initiativen hätten, die in Wuppertal aktiv sind.

Auch hierbei wollen wir nun gemeinschaftlich mit Hilfe des Internets ein Netzwerk aufbauen, indem wir anfangen auf andere Strukturen zuzugehen und diese mit uns und miteinander zu vernetzen. Wir wollen eine Art Kontaktliste erstellen, in der sich Menschen informieren können, zu welchen Themen sie sich basisdemokratisch organisieren können, in Kombination mit einem Kalender, der mehr und mehr Termine für Wuppertal sammelt.

 

Anschließend kamen die Gespräche zum Finanzsystem, zum Kapitalismus als wirtschaftliches System und was es mit uns und dem Planeten macht. Wir alle waren uns darüber einig, dass es so nicht weitergehen kann und dass es eine Alternative braucht. Diese Alternative wurde beim Stammtisch dieses Mal aus russischer Perspektive vorgestellt. Aufgrund der Teilnahme eines Menschen in Wuppertal, der sich mit dem Finanzsystem auseinander gesetzt hat und außerdem über Kontakte in den russischen Raum verfügt, wurden uns ganz neue Ansätze von Basisdemokratie eröffnet, zu denen wir bis jetzt wenig Zugang hatten. Weltweit gibt es ein Phänomen, dass Menschen sich mit der Idee der direkten Demokratie oder Basisdemokratie vertraut machen und diese umsetzen wollen. Die wenigsten dieser Leute bezeichnen sich selbst als Anarchisten, sie sind es aber trotzdem.

Immer und immer wieder fielen auch bei diesem Treffen die Schlüsselwörter Bildung und Vernetzung. Wir alle entschieden uns dazu, dass Wissen frei verfügbar sein muss, für alle, die es interessiert. Auch deshalb wollen wir unsere Strukturen ins Netz verlegen. Der ASW soll auch für Menschen sein, die nicht nach Wuppertal kommen können, oder nicht an den Stammtischen teilnehmen können, aus welchen Gründen auch immer.

Wir möchten, dass sich allen Menschen in Wuppertal und darüber hinaus die Möglichkeit bietet, sich politisch äußern und bilden zu können.

Ganz am Ende sprachen wir dann auch noch über Katalonien und die sich aktuelle immer weiter destabilisierende EU.

Alle Teilnehmer wünschten sich am Ende einen regeren Austausch, der nun mit dem Classroom und Hangouts geschaffen werden soll und den auch ihr schon jetzt nutzen könnt. Hier findet ihr unseren Hangouts-Chat, in dem ihr sofort mit Anarchisten aus Wuppertal und Umgebung in Verbindung treten könnt.

 

Und schon am nächsten Montag ist es wieder soweit. Der erste Montag im Monat gehört dem Langen Handok und uns! Hier findet ihr die Facebook-Veranstaltung.

Kommt vorbei in der Kneipe auf dem Ölberg, in der Marienstraße 49 in Wuppertal und diskutiert mit Anarchisten.

Oder meldet euch hier, per E-Mail, Hangouts oder über Facebook oder Twitter bei uns und werdet Teil des Anarchistischen Stammtischs Wuppertal.

 

Wir sehen, hören, lesen uns!

Im Netz, auf der Straße und in der Kneipe!

Anarchistischer Stammtisch Wuppertal

 

Ihr wollt mitbestimmen beim ASW?

Dann kommt doch mal vorbei zum Stammtisch oder bringt euch hier in unserem Orga-Chat auf Hangouts ein:

https://hangouts.google.com/group/XR3UarNjp55hYy4t2

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