Am 18.10.2017 trafen sich ab 19 Uhr sechs Anarchisten im Wirtschaftswunder in Wuppertal, um über die weltweite und lokale politische Lage zu diskutieren.

Trotz unterschiedlichstem Hintergrund der verschiedenen Teilnehmer gab es einen erstaunlichen Konsens über wesentliche Einschätzungen und Einstellungen, andererseits brachte die Vielfalt der Anwesenden eine Menge neuer Aspekte und interessante Geschichten auf den Tisch.

Auch die Organisation entwickelt sich langsam in eine professionellere Richtung.

Alle Teilnehmer entschieden gemeinsam die Online-Strukur des Anarchistischen Stammtisch Wuppertal gemeinsam weiter aufzubauen.

Zu diesem Zweck wurde bereits vor zwei Wochen ein Telegram-Kanal eröffnet, in dem wir uns organisieren und absprechen können.

Außerdem sollen für gemeinsame Texte und Organisation von Veranstaltungen Google Apps genutzt werden.

Da der Oktober 5 Montage hat, haben wir uns dazu entschlossen in diesem Monat drei Stammtische stattfinden zu lassen.

Am 30.10. treffen wir uns ab 19 Uhr im Spunk, Flensburger Straße 38, 42107 Wuppertal. 

Außerdem wurden verschiedene Gruppen, die in Wuppertal aktiv sind, genannt und es wurde überlegt, wie man in Zukunft noch besser mit allen zusammenarbeiten kann.

Die Gespräche sponnen sich aber auch um ganz grundsätzliche Dinge, wie die linke Szene in Deutschland und im Ausland, die aktuellen und vergangenen Widerstände gegen den Kapitalismus, seine heutige Form und Wirkungsweise.

Eine Teilnehmerin merkte an, dass es inzwischen so viele Regeln und Gesetze gäbe, dass nahezu jeder im Alltag zivilen Ungehorsam begehe, weil es gar nicht mehr anders ginge.

Daraufhin wurde wieder die Geschichte des Sperrmülls in Wuppertal erzählt, die von einer Teilnehmerin noch mit lustigen Details ergänzt werden konnte.

Kollektiv weigerten sich alle, sich an das neue Sperrmüll-System mit Einzel-Anmeldung zu halten und stellten in Massen heimlich Sperrmüll auf die Straße.

Nach einiger Zeit knickte die Stadt ein und beließ es beim kollektiven Einsammeln des Sperrmülls alle drei Monate.

Über das Foodsharing wurde genauso gesprochen wie über das Tacheles und die Critical Mass. Insgesamt wurde ein sehr buntes und durchaus anarchistisches Bild von Wuppertal gezeichnet, ebenso wie von allen Anwesenden die junge Generation als große Hoffnung betrachtet wurde.

Diverse Ideen für kommende Aktionen wurden genauso besprochen wie grundsätzliche Fragen der Struktur und Arbeitsweise.

Wir bedanken uns beim Wirtschaftswunder für den schönen Abend in familiärer Atmosphäre und freuen uns auf den nächsten Stammtisch. Die Veranstaltung dafür folgt in den kommenden Tagen. 

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